Klimawandel erhöht Gefahr von Starkregen

Wählergemeinschaft Wir in Porta
WÄHLERGEMEINSCHAFT
PORTA WESTFALICA
Direkt zum Seiteninhalt

Klimawandel erhöht Gefahr von Starkregen

Wählergemeinschaft Porta
Veröffentlicht von Dietmar Lehmann in WIP · 21 Juli 2021
  
WP fordert Analyse der Gefahrenlagen für die Stadt

Wassermassen, die sich durch Straßen unkontrolliert ihren Weg bahnen, eingestürzte Häuser und viele Tote, unfassbare Bilder, die sich in der Eifel und in Teilen von NRW abspielten. Vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse fragt sich die Wählergemeinschaft Porta, ob solche Szenarien auch in unserer Stadt möglich wären. Glaubt man den aktuellen Berichten, so waren viele Orte, die es jetzt vom Extremwasser betroffen hat, in den Hochwassergefahrenkarten als gering gefährdet eingestuft. Dabei sind die Gefahren lange bekannt. Klimaprojektionen lassen bereits seit Jahren erwarten, dass durch die globale Erwärmung solche Starkregenereignisse zunehmen. Die Folge, es können regelrechte Sturzfluten entstehen, gerade wenn das Wasser nicht schnell genug im Erdreich versickern oder durch überlastete Kanäle nicht abgeführt werden kann. Besonders gefährlich kann es Hanglagen werden, unabhängig davon, ob Bäche oder andere fließende Gewässer in der Nähe sind. Hinzu kommt, dass extrem schnell ansteigende, schwallartige Hochwasserwellen zusätzlich hohe Schäden durch mitgerissenes Treibgut verursachen können.

Auch wenn Starkregenereignisse ein extrem seltenes Ereignis sind, fragt sich jetzt die die Wählergemeinschaft vor dem Hintergrund der aktuellen Unwetterkatastrophe, inwieweit die Stadt Porta Westfalica für solche Gefahrenlagen gerüstet ist. Gerade für Ortsteile, die von extremen Hanglagen umgeben sind, wie z.B. Hausberge entlang des Kirchsieks, könnten sich nach Ansicht der WP solche Gefahrenlagen ergeben. Da Klimaforscher eine klare Zunahme von Starkregen-Ereignissen vorhersagen, sollte auch die Stadt Porta Westfalica eine Hochwassergefahrenanalyse machen. Zwar beschreibt der Hochwasser Aktionsplan Weser der Bezirksregierung mögliche Gefahrenlagen bzw. mögliche Überschwemmungsbereiche bei Flusshochwasser, Prognosen bei Überschwemmungen aufgrund von Starkregenereignissen und Sturzfluten wurden dagegen bislang weniger betrachtet. Dabei haben Starkregenereignisse wie im Sommer vergangenen Jahres zwischen Eisbergen und Kleinenbremen deutlich gemacht, dass diese Ereignisse nicht nur in Anzahl zugenommen haben, sondern auch, dass jeder Leittragender dieser Naturkatastrophen werden kann.

Daher fordert die Wählergemeinschaft jetzt die Stadt auf, für den akuten Ernstfall gerüstet zu sein. Es geht zunächst um eine Analyse der Risikogebiete aufgrund topographischer Lagen und der baulichen Gegebenheiten vor Ort sowie um Notfallpläne bzw. um das richtige Verhalten im Ereignisfall. Dazu gehört auch die Nachsorge bei Starkregen und Sturzfluten. Auch müssen auch die Bürger*innen für die Gefahren solcher Extremwetterereignisse sensibilisiert werden, da eine Sturzflut die Bevölkerung meist unvorbereitet trifft. Bestimmte Lagen sind möglicherweise stärker von einer Überschwemmung bedroht als andere.
Klar ist bereits heute, dass es durch den prognostizierten Klimawandel zu einer Zunahme extremer Regenereignisse kommen wird. Hier gilt es eine aktive Vorsorge zu treffen, z.B. durch ökologischen Hochwasserschutz und Flächenentsiegelung. Darüber hinaus müssen die Systeme der Stadtentwässerung überprüft und ggf. angepasst werden, so die WP.

Dietmar Lehmann
Foto: Shutterstock, Eder


Frettholzweg 7
32457 Porta Westfalica

Telefon: +49 178 8355473
info@waehlergemeinschaft-porta.de
WÄHLER
GEMEINSCHAFT
PORTA E.V.
Zurück zum Seiteninhalt