Klimaschutz ja – aber bitte klug

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Klimaschutz ja – aber bitte klug

Wählergemeinschaft Porta
Veröffentlicht in WIP · 15 Oktober 2019
Porta Westfalica soll noch grüner werden: Ein entsprechender Beschluss wurde jetzt mit großer Mehrheit im Ausschuss für Planung und Umweltschutz gegen die Stimmen von CDU und FDP verabschiedet. Nach Vorstellung von SPD und Grüne sollen in Neubaugebieten bei Häusern bis zu einem Neigungswinkel von 15 Prozent begrünte Flachdächer vorgeschrieben und Steingärten sogar verboten werden. Gleiches soll für Anbauten wie Garagen und Nebengebäuden mit flachen Dächern gelten. Sollte dieser Beschluss auch im Rat der Stadt eine Mehrheit finden, bedeutet diese Neuregelung im Einzelfall auch, dass die Stadt Konflikte mit Grundstücksbesitzern uns Bauwilligen ausfechten muss. Offen bleibt auch noch, wer den Vollzug einer solchen Satzung überprüft und welche Zwangsmaßnahmen einzuleiten sind.
Damit aber kein Zweifel aufkommt, die Begrünung von Dächern und entsiegelten Flächen sind ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Klimas - auch und gerade weil die Stadt Porta Westfalica den Klimanotstand ausgerufen hat. Mehr Grün bietet Lebensraum für Pflanzen und Tiere, leistet einen Beitrag zur Luftreinhaltung und hält bei Starkregen Niederschlagswasser zurück. Und nicht zuletzt tragen begrünte Dachflächen und bepflanzte Vorgärten generell zu mehr Aufenthalts- und Lebensqualität bei. Aber statt Verbote sollten lieber Anreize geschaffen werden, um mehr Grün in die Stadt zu bringen. So gibt die Wählergemeinschaft zu Bedenken, dass der sicherlich gut gemeinte Beschluss zu deutlichen höheren Anschaffungskosten für potenzielle Bauherren führt, gerade in Zeiten, wo das Bauen ohnehin schon erheblich teurerer geworden ist und die Mietkosten explodieren. Der Wunsch gerade junger Familien und von Menschen, die sich in Porta Westfalica neu ansiedeln möchten, muss erfüllbar bleiben. Gefragt sind daher kluge Konzepte, die dazu animieren, wieder mehr Grün auf und vor das Haus zu bringen. Daher sieht die Wählergemeinschaft Porta nicht allein den potenziellen Bauherrn in der Pflicht, sondern auch die Stadt Porta Westfalica selbst. So gibt es bereits in anderen Städten Förderprogramme zur Bepflanzung von Dächern, Fassaden und Vordergärten, die Anreize bieten und die Bauherren für solche umweltfreundlichen Maßnahmen bis zu 50 % finanziell entlasten. Darüber hinaus gibt es eine Palette weiterer Möglichkeiten, klimafreundliche Entscheidungen zu fördern. Neben einer besseren Information der Bürger*innen über die Bedeutung von begrünten Dachflächen und Vorgärten wären auch Vergünstigungen bei der Niederschlagswassergebühr und Prämien denkbar.
Die Wählergemeinschaft Porta lehnt daher die im Ausschuss für Planung und Umweltschutz beschlossenen Vorgaben für neue Bebauungspläne ab. Eigenverantwortung gehört zum Selbstverständnis einer offenen Gesellschaft, Bevormundung aber sicherlich nicht, insbesondere, wenn sie mit unausgewogenen und unsozialen Belastungen verbunden sind. Vielmehr sollten intelligente Anreize für klimafreundliche und naturnahe Dachbegrünungen und Vorgärten geschaffen werden. Investitionen der Stadt Porta Westfalica in den Klimaschutz sollten dabei als kommunale Pflichtaufgabe der Daseinsfürsorge gesehen werden.


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